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Fastenzeit - vegan


Vegane Ernährung

Vegane Fastenzeit

„Iss kein Fleisch mehr, das schadet der Umwelt“

„Nur vegane Ernährung ist richtig“ „Vegane Ernährung ist viel nachhaltiger“ „Tiere sollten geschützt werden“ „Vegane Ernährung ist viel gesünder“


…wer kennt solche Sätze nicht? Die Ernährung ist aktueller so stark im Wandel wie noch nie. Und immer wieder werden wir Verbraucher / Konsumenten mit neuen veganen Produkten auf dem Markt konfrontiert und uns wird vermittelt, dass diese Produkte das Beste sind und unverzichtbar. Vegane Ernährung ist fast schon ein Mainstream geworden. Selbst auf dem Oktoberfest werden tierfreie-Grillsteaks angeboten. Das Umdenken zieht viele Vorteile mit sich. Ich habe mich, wie die letzte vielen Jahre auch, dazu entschlossen die Fastenzeit vegan zu leben. Warum und wie ich es gestalte erkläre ich euch später im Text. Aber warum vegan?

Studien belegen, dass eine pflanzliche Ernährungsweise sich positiv auf unser Klima, landwirtschaftliche Nutzflächen und die Umwelt auswirkt. Zum Beispiel werden viele Tonnen Treibhausgase dadurch eingespart. Eine Ernährungsumstellung und die Reduzierung bzw. Verzicht auf Fleischprodukte ist ebenfalls bei manchen Krankheiten und Verdauungsproblemen von Vorteil. Nachteile einer veganen Ernährung ist bislang nicht nachgewiesen und wenig erforscht. Perse bringt diese Lebensweise auch keine negativen Folgen mit sich. Jedoch ist es ganz wichtig sich vorher einiges Wissen über die Lebensmittel und deren Nährstoffe anzueignen, um Mangelerscheinungen entgegenzuwirken. Oft kann es zu Vitamin 12, Eisen, Zink o.ä. Mängel kommen.

Vegan sich zu ernähren bedeutet nicht gleichzeitig gesund zu leben. Es kommt auf die Umsetzung an. Warum eine vegane Fastenzeit? Ich ernähre mich, ohne viel drüber nachzudenken schon allgemein sehr fleischarm, liebe pflanzliche Joghurt- und Milchalternativen und teste gerne neue vegane Produkte. Jedoch verzehre ich auch gerne mal Schafs- oder Kuhmilchkäse, esse gerne mal bewusst ein Stück Fleisch oder greife zu nicht veganen Proteinriegeln. Wenn ihr jetzt vielleicht denkt, dass eine bewusste ausgewogene Mischkost mit sehr wenig Fleischprodukten keine positiven Auswirkungen habt liegt ihr falsch. Auch kleine Schritte helfen und sind sinnvoll, was Studien bewiesen. Zudem gehört auch eine nachhaltige Lebensweise für mich dazu. Ich achte auf wenig Plastikmüll, fahre kaum Auto, schmeiße so gut wie nie Lebensmittel weg, gehe mit Stoffbeutel einkaufen, verzichte auf Palmöl oder kaufe regionale Lebensmittel ein. Was bringt es der Umwelt Gemüse und Obst (insbesondere die geliebte Avocado) massenhaft aus anderen Ländern zu kaufen.

Das sind alles viele kleine Beiträge von mir, die der Umwelt ebenfalls zugutekommen. Ich möchte mit meiner Fastenzeit wieder den bewussten Verzehr von Fleisch in den Vordergrund rücken. Ebenso setzte ich mich wieder mehr mit Alternativen auseinander und teste neue Produkte auf dem Markt. Eventuell gibt es auch Produkte, die den Inhaltsstoffen eines mit Antibiotika versetzten Stück Fleisch gleichzusetzen sind. Nur weil vegan auf ein Produkt geschrieben wird, ist es nicht gleichzusetzen mit Nachhaltigkeit und gesund. Auch sowas etwas ist spannend zu sehen. Die Zeit erweitert wieder meinen Horizont, meine Geschmacksnerven und Sichtweisen. Hier gebe ich euch mal einige Ratschläge mit auf den Weg, die ich auch befolge in dieser Zeit

  1. Koche selbst mit frischen und so wenig verarbeiten Lebensmittel wie möglich.

  2. Lasse nicht einfach alle „verbotenen“ Lebensmittel, ohne sie adäquat zu ersetzen.

  3. Nutze komplexe Kohlenhydrate in Form von Vollkorngetreide (Reis, Pasta, Vollkornbrot, etc.)

  4. Esse mehr Hülsenfrüchte. Sie sind eine hochwertige Ballaststoffquelle und Eisenquelle.

  5. Nutze verschiedene Produkte (wenn du sie verträgst) in Form von Tofu, Tempeh oder Edamame, Pseudogetreide sowie Haferflocken.

  6. Iss genug Proteine. Vorhanden in Hülsenfrüchten, Ölsaaten, Nüssen und Getreide oder ach vegane Proteinpulver.

  7. Ernähre dich abwechslungsreich, saisonal und nutze viel buntes Gemüse/Obst.

  8. Achte auf gute Fettquellen. Greife zu Rapsöl zu anbraten, zu Leinsamen, Nüssen und Leinöl.

  9. Achte auf eine ausreichende Calcium- und Vitamin B12 Versorgung. Die Vitamine sind oft in pflanzlichen Drinks zugesetzt.

  10. Gehe bewusst einkaufen und achte auf Lebensmittel, die von Natur aus vegan sind.

  11. Vorsicht bei versteckten Inhaltsstoffen wie Milchpulver oder Gelatine.

  12. Iss etwas, was dir schmeckt und guttut.

  13. Teste jede Woche zwei neue Rezepte und verzichte auf nichts.

Meine persönliche Meinung versuche ich mal kurz und knapp darzulegen. Ich werde mich nach der Zeit nicht komplett vegan ernähren. Ich achte wieder auf meinen Fleischkonsum. Ich ersetze, wie auch vorher meine Milch und Joghurt durch pflanzliche Alternativen. Meine allgemeine Lebensweise mit weniger Plastik, Kunststoff, Lebensmittelverschwendung versuche ich zu verbessern und schaue wo ich noch auf mehr nachhaltig Produkte setzten kann. Ich achte immer noch auf die Zutatenliste und Nährstoffangaben bei vegetarischen/veganen Alternativen. Ganz wichtig, aber ich ernähre mich so wie ich es für richtig halte. Ich bewerte keinen für seine Ernährung. Bitte eifert keiner Ernährung nach, bei der ihr nicht dahintersteht und euch diese erzwingen müsst. Arbeitet lieber daran eure Schwächen zu reduzieren und zu verbessern. Ich kann versuchen andere Menschen für weniger Fleischkonsum und allgemein nachhaltige Ernährung zu begeistern und zu sensibilisieren. Das möchte ich auch und finde ich wichtig, denn es ist notwendig, dass wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen.


Viele kleine Schritte erreichen auch irgendwann das große Ziel.

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